Die Vorstellungsgespräch-Vorbereitung

Mit einer Einladung zum Vorstellungsgespräch ist eine entscheidende Hürde im Bewerbungsprozess genommen, doch wer den Job bekommt, ist noch nicht entschieden. Deshalb ist eine sehr sorgfältige Vorbereitung sinnvoll, damit Sie sich besser präsentieren als die Mitbewerber.

Ein einfaches Beispiel: Durch eine gründliche Recherche können Bewerber konkretere Fragen stellen als der Durchschnitt und das fällt positiv auf.

 


Diese Einstellung hilft beim Bewerbungsgespräch

Eine gründliche Vorbereitung hilft außerdem gegen Aufregung und Nervosität. Sie haben alles getan, was Ihnen möglich war, und gehen gut vorbereitet in das Gespräch. Mit dieser Portion Ruhe und Gelassenheit tragen Sie als Bewerber Ihren Beitrag zu einer entspannten Gesprächsatmosphäre bei (auch die Personalverantwortlichen sind oft nervös und unter Druck, die richtige Entscheidung zu treffen).

Im Bewerbungsgespräch wird vor allem darauf Wert gelegt, Ihre Persönlichkeit kennenzulernen. Zwar ist das Gespräch fast immer an einen formalen Ablauf* gebunden, doch dieser bietet genügend Spielraum, um selbst möglichst natürlich und authentisch zu bleiben. Freuen Sie sich darauf, Ihre Gesprächspartner kennen zu lernen!

 

Checkliste zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Eine Zusammenfassung dieser Seite in Form einer Checkliste zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch finden die Leser hier.

 

 

Hier nun die Vorbereitungstipps im Einzelnen:

Direkt nach Erhalt der Einladung zum Vorstellungsgespräch

Terminbestätigung per Telefon oder E-Mail

Die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch beginnt spätestens mit dem Empfang einer Einladung zum Gespräch. Zügig sollte darauf hin der Termin per Telefon oder E-Mail bestätigt werden.

Welche Form Bewerber dabei nutzen, kann von folgenden Faktoren abhängen:

  • Welche Form der Kommunikation Bewerber selbst bevorzugen.
  • Für welchen Tätigkeitsbereich die Bewerbung ist. Menschen, die auch im anvisierten Beruf viel telefonieren werden, z.B. Vertriebsmitarbeiter, wählen am besten die telefonische Terminbestätigung und machen dabei einen guten Eindruck.

 

Da viele Bewerber Scheu vor dem Telefonieren im Bewerbungsverfahren haben, um nichts falsch zu machen, sind hier Tipps zum Telefonieren zusammengefasst.

Tipp: Die Terminbestätigung ist eine gute Gelegenheit um Näheres über das Gespräch zu erfragen, insbesondere wer bei dem Gespräch voraussichtlich beteiligt sein wird. Im nächsten Abschnitt – Internetrecherche – können dann nähere Informationen über diese Personen gesucht werden (und eventuelle Gemeinsamkeiten geschickt in das Bewerbungsgespräch eingebaut werden).

 

Internetrecherche

Über den potenziellen Arbeitgeber

Die Internetseite des Unternehmens oder der Organisation sollte nochmals und sehr gründlich unter die Lupe genommen werden. Dabei können alle eventuell auftauchenden Fragen notiert werden und als Liste zum Gespräch mitgenommen werden.

Wenn die Namen der am Gespräch beteiligten bekannt ist (vergleiche obigen Tipp), können diese Personen googelt werden. Eventuelle Gemeinsamkeiten können dann beim Vorstellungsgespräch beiläufig und „zufällig“ eingebaut werden.

Eine Liste von möglichen Fragen die Bewerber in die Internetrecherche mitnehmen können finden Sie hier auf Stepstone.de.

 

Aktuelle Informationen recherchieren

Auf der Webseite des potenziellen Arbeitgebers gibt es vielleicht einen Link zu „Aktuelles“ oder „Presse“. Hier finden sich beispielsweise aktuelle Presseveröffentlichungen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Recherche über Google News.

 

Erfahrungsberichte über das Bewerbungsverfahren beim neuen Arbeitgeber

Auf Bewertungsportalen für Arbeitgeber können Bewerber Erfahrungsberichte zum Bewerbungsverfahren beim anvisierten Arbeitgeber finden, z.B. über den Ablauf des Vorstellungsgespräches*. Im ersten Schritt führt die Recherche meist zu Kununu.de, dem größten Bewertungsportal. Sollten dort nicht ausreichende Informationen gefunden werden, z.B. weil die Firma oder Organisation vergleichsweise klein ist, wird die Suche auf weiteren Portalen fortgesetzt.

 

Die Anreise planen

Die Anreiseplanung im Internet ist einfach. Sowohl Google Maps, als auch Bahn.de, die Seiten für Fernbus-Suche und die örtlichen Gesellschaften des öffentlichen Nahverkehrs bieten Hilfen bei der Online-Reiseplanung.

Tipp: Google Maps hat jetzt auch innerhalb des Routenplaners die praktische Suchfunktion „Mit öffentlichen Verkehrsmitteln.“

Screenshot: Google Maps

 

Bewerbungstipps zum Vorstellungsgespräch im Internet

Nach der allgemeinen Vorbereitung durch Informationssammlung steht nun die persönliche Vorbereitung im Vordergrund. Auch hier bietet das Internet gute Möglichkeiten, sich wertvolle und kostenlose Tipps zu holen, z.B. auf diesen Seiten von BewerbungsWissen.net:

 

Persönliche Vorbereitung- Teil 2

Die eigene Einstellung und Motivation

  • Warum habe ich mich für diesen Job beworben?
  • Was reizt mich an der Aufgabe besonders?
  • Was sind meine besonderen Stärken, die mich für diesen Job qualifizieren?

 

Diese Fragen, die eigenen Antworten auf die häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch und die Selbstpräsentation (siehe oben) sollten zunächst schriftlich ausgearbeitet werden, und sich selbst dann laut vorgelesen oder gesprochen werden. Beim laut vorlesen fällt sofort auf, wo es holperig klingt oder es einer anderen Formulierung bedarf.

Außerdem sollten Bewerber etwa 3 eigene Fragen an den Arbeitgeber auswählen/vorbereiten. Dass diese Fragen gut und nicht oberflächlich sind, ist sehr wichtig für den bestmöglichen Abschluss des Vorstellungsgespräches. Näheres hier.

 

Rollenspiel oder telefonische Besprechung

Im nächsten Schritt kann dann die Hilfe von Freunden und Verwandten hinzu gezogen werden und ein Vorstellungsgespräch am Telefon oder persönlich in einem Rollenspiel simuliert werden.

Viele Bewerber überspringen diesen Schritt („Ach das brauche ich nicht“) und versäumen so, mit die beste Chance für eine praktische Vorbereitung!

 

Kleidung und Unterlagen zusammenstellen

Die passende Kleidung, das heißt die Kleidung so auswählen, wie Sie das Unternehmen nach außen präsentieren würden.
Die passende Tasche, z.B. Aktentasche oder Handtasche. Darin werden dann alle wichtigen Unterlagen für das Gespräch mitgenommen:

  • Eine vollständige Bewerbungsmappe, das heißt eine Mappe mit allen Unterlagen, die bei der Bewerbung versandt wurden, inklusive dem Anschreiben zur Bewerbung und der Version des Lebenslaufes die versandt wurde.
  • Falls es noch Unterlagen gibt, die nicht in der Bewerbung mit gesandt wurden, z.B. weitere Zertifikate von Fortbildungen mit Relevanz oder ähnliches, sollten diese auf jeden Fall in einer extra Mappe oder Klarsichthülle zusätzlich mitgenommen werden, und wenn es sich aus dem Gespräch heraus ergibt oder wenn danach gefragt wird, können diese ohne Zögern überreicht werden.
  • Die eigenen Fragen an den Arbeitgeber
  • Die Stellenanzeige
  • Das Einladungsschreiben
  • Papier für Notizen und ein Stift
  • Gegebenenfalls die Fahrkarte ausdrucken/bereitlegen

 

Tipp: Ein Stofftaschentuch für die rechte Hosentasche, falls man zu schweißigen Händen neigt. Dann kann die Hand kurz vor dem Händeschütteln an dem Taschentuch getrocknet werden.

 

Ein paar Tage bis ein Tag vor dem Bewerbungsgespräch

Die oben genannten Vorbereitungen können bis zum letzten Tag vor dem Gespräch erledigt werden. Eine wichtige Ergänzung sind noch folgende Punkte:

  • Trotz sorgfältigster Anreiseplanung (inklusive einem Zeitpuffer für Verspätungen) kann mal etwas schief gehen. Für diesen Notfall kann eine Telefonnummer bereit gelegt oder im Handy gespeichert werden, um bei den Gesprächspartnern bescheid zu geben.
  • Bei allen Bewerbungsgespräch Vorbereitungen sollte eines nicht aus dem Blick geraten: die Entspannung. Jeder weiß selbst am besten, wie sie oder er sich am besten entspannen kann, sei es durch einen Spaziergang, Sport, Yoga, die Badewanne oder Ähnliches.
  • Und: Freuen sie sich auf das Gespräch. Es geht darum sich gegenseitig kennenzulernen. Zwar ist das Vorstellungsgespräch üblicherweise an einen relativ förmlichen Ablauf gebunden, doch der bietet genügend Raum, um selbst möglichst natürlich und authentisch zu bleiben (trotz der, verständlichen, Aufregung).

 

Am Tag des Vorstellungsgespräches

Am Tag des Vorstellungsgespräches sollte die inhaltliche Vorbereitung weitgehendst abgeschlossen sein und die Entspannung steht im Vordergrund. In einem möglichst entspannten Zustand können sich Bewerber den eigenen Lebenslauf, das Anschreiben für den Job und die eigenen Antworten noch mal durchlesen.

 

Direkt vor dem Gespräch

  • Das Mobiltelefon auf lautlos stellen.
  • Trotz aller Aufregung, die normal und verständlich ist: Das lächeln nicht vergessen!
  • Eigene Einstellung überprüfen: Nicht nur Sie suchen nach dem richtigen Job, auch der richtige Job sucht nach Ihnen.

 

Im Vorstellungsgespräch

 

 

 

 

  • Bringen Sie Begeisterung für die potenziell neue Aufgabe rüber
  • Auf die Körperhaltung achten
  • Immer freundlich bleiben, auch bei möglichen „Stressfragen“
  • Gut zuhören – das ist auch für den Abschluss des Vorstellungsgespräches wichtig, wenn Bewerber die Gelegenheit für eigene Fragen haben- hier sollten Doppelungen aus dem Gespräch natürlich vermieden werden.

 

Direkt nach dem Gespräch

  • Tief durchatmen und sich selbst Anerkennung schenken. Sie haben es geschafft.
  • Notieren: Was lief gut, was lief schlecht?
  • Eventuell die Namen der am Gespräch beteiligten notieren, falls vorher nicht alle Beteiligte bekannt waren oder die Zusammensetzung anders als geplant war
  • Wie fühle ich mich bei der Vorstellung, den Job anzunehmen?

 

Weiterführende Links zur Vorbereitung des Vorstellungsgespräches

* Näheres zum formalen Ablauf eines Vorstellungsgespräches hier auf Karrierebibel.de

 


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